Handy Störsender in Deutsch Schule

4. března 2016 v 11:46
92 Prozent aller Schüler nehmen ihr Handy oder Smartphone mit in die Schule und nutzen es auch regelmäßig während des Unterrichts - obwohl dies bei zwei Dritteln der Befragten untersagt ist. Am häufigsten wird das Gerät zwar tatsächlich nur zum Hören von Musik auf dem Schulweg genutzt (87 Prozent). Danach folgt aber schon die Anwendung im Unterricht: Gut drei Viertel der Schüler fotografieren mit dem Smartphone die Tafelbilder ab, jeder Zweite sucht während der Schulstunde online nach Informationen zu den Themen.
Groß-Leistung Handheld-Störsender
Wie viele Schulen hierzulande Peil- oder sogar Störsender verwenden, lässt sich nicht ermitteln. Ein britischer Hersteller von Handyblockern brüstet sich im Internet-Portal "Lehrerfreund" damit, dass er aus Deutschland eine erhöhte Nachfrage feststelle. Die seien zwar an deutschen Schulen verboten, erfreuten sich aber dennoch großer Beliebtheit.
Schulen würden nicht nur mobile Sender kaufen, sondern ganze Feststationen, um sie in Zwischendecken einzubauen und per Fernbedienung den ganzen Mobilfunk der Schule lahmzulegen. In Deutschland arbeiten offiziell bisher nur Gefängnisse mit dieser Technik. Und mit einem solchen wollen Schulen lieber nicht verglichen werden.
Wie viele Schulen hierzulande Peil- oder sogar Störsender verwenden, lässt sich nicht ermitteln. Abiturienten nutzen Handys, um sich durch die Prüfungen zu mogeln, Schulen versuchen, den Betrug mit moderner Technik zu verhindern. Ein britischer Hersteller von handy jammer soll aus Deutschland eine erhöhte Nachfrage erhalten - dabei ist die Nutzung der Geräte hierzulande noch umstritten.
Bekannt wurden in den letzten Jahren einige Fälle von Schulen, die Handydetektoren verwendet haben, die bei heimlich mitgebrachten Handys Alarm schlagen.
Die Schulaufsicht des Bildungsministeriums in Schleswig-Holstein hat 2013 ein Gymnasium aufgefordert, einen solchen Detektor nicht mehr zu verwenden, da es keine rechtliche Grundlage für den Einsatz gebe.
Ob solche Sender gegen geltende Gesetze verstoßen, hängt von ihrer technischen Ausgestaltung ab. Zumindest bei GPS Störsender - auch als "Jammer" bekannt, die den Handyempfang aktiv unterbinden sollen - dürften die Anforderungen aus dem Telekommunikationsgesetz gelten. Danach sind Frequenznutzungen nur dann erlaubt, wenn die Bundesnetzagentur oder andere Vorschriften es erlauben. Den Schulen drohen zumindest Bußgelder, wenn sie entsprechende Sender einsetzen.
In den GSM-Frequenzbereichen hat nur der Mobilfunknetzbetreiber das Recht, seine damals ersteigerten Frequenzen zu nutzen und damit auch einen funkstörer kaufen zu betreiben. Der Betrieb eines Handyblockers durch Dritte ist eine Frequenznutzung ohne Frequenzzuteilung und wird deshalb nicht erlaubt.
Diese Gesetze variieren allerdings in EU- und nicht EU Ländern. In Frankreich dürfen z.B. Störsender in Kinos, Theatern und bei öffentlichen Versammlungen eingesetzt werden.
Inzwischen gibt es verschiedene Pilotprojekte mit diesen gsm störsender an österreichischen und deutschen Haftanstalten. Der deutsche Bundesrat hat beschlossen, das für den Einsatz der Handyblocker künftig keine Frequenzzuteilung mehr erforderlich ist, "sofern der Einsatz durch Behörden zur Ausübung gesetzlicher Befugnisse unter Einhaltung der von den Funküberwachungen der Länder festgelegten Frequenznutzungsbedingungen erfolgt".
Hohen Leistung Handheld Handy Spezial Störsender
Durchgeführt wurde die Umfrage mit mehr als 500 Schülern zwischen 14 und 19 Jahren. Dass das Handy mittlerweile bei vielen Nutzern ein Bestandteil des Unterrichts ist, verwundert jedoch kaum. "Smartphones gehören zum Alltag von Schülern - und sind damit natürlich auch ein Teil der Schule", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Schulen greifen daher vermehrt zum generellen Verbot der Handys - auch in den Pausen.
 

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