Störsender im Coop-Supermarkt anzubringen

13. dubna 2016 v 14:06 | hochestoersender
Tatsächlich Big Brother im Metroshop? Auf Anfrage klärt Coop-Mediensprecher Markus Eugster auf: «Bei den Geräten handelt es sich um Hochfrequenz-Sender.» Diese sind installiert worden, nachdem sich immer wieder Spatzen im Metroshop und gar im Coop-Supermarkt verirrt hatten. «Die Geräte unterscheiden sich nicht nur äusserlich von herkömmlichen GPS Störsender », so Eugster. Es handle sich um Sender, die für Kinder und Hunde nicht als störend empfunden werden. «Die Frequenz und Art des Signals sind so eingestellt, dass das Geräusch nur von Vögeln als störend wahrgenommen wird.» Man habe denn auch noch keine Reklamationen wegen der Sender erhalten, sagt Eugster.

Seit Wochen fliegen im Coop am Bahnhof in Baden Haussperlinge ein und aus. Nun reagiert der Detailriese und kämpft mit einem Ultraschall- handy jammer gegen die unerwünschten Gäste. Wer sich in den vergangenen Wochen aus der Brottheke im Coop in der Bahnhofunterführung ein frisches Brot nehmen wollte, stiess dort nicht selten auf Spatzen. Sie hüpften und zwitscherten frisch-fröhlich am Boden vor dem Regal herum und pickten nach den Brotkrumen. Teilweise konnte man auch beobachten, wie sie sich auf den Rohren an der Decke in der Tiefkühlabteilung und über der Gemüse- und Früchteabteilung tummelten.

So entschied sich Coop nach Rücksprache mit der Vogelwarte Sempach dafür, gsm störsender anzubringen. In der Folge äusserten Tierschutzorganisationen Zweifel, ob solche Sender die Vögel tatsächlich fernhalten können. Doch bei Coop fällt eine erste Zwischenbilanz positiv aus. «Wir können festhalten, dass die Sender ihren Zweck erfüllen, wir haben keine Spatzen mehr im Supermarkt», sagt Eugster. Gleichzeitig relativiert er: «Das kann natürlich auch an den wärmeren Temperaturen liegen. Ob die Geräte die Spatzen wirklich abhalten, wissen wir erst wieder bei kälteren Temperaturen.»
Es könne aber schwierig sein, die Vögel wieder aus dem Geschäft zu bekommen. «Meist handelt es sich um Haussperlinge, die extrem anpassungsfähig sind.» Haussperlinge können die Sensoren, die die Türen öffnen, bewusst nutzen, wenn sie den Mechanismus einmal durchschaut haben. Dann fliegen sie ungehindert in die Geschäfte. «Mit der Zeit kann es sogar so weit kommen, dass sie in den Innenräumen brüten, denn dort sind Nester und Jungvögel geschützt und das Futter ist verfügbar», sagt Schaad.
So weit soll es nicht kommen im Coop. In den nächsten Tagen wird im Eingangsbereich ein Ultraschall- funkstörer kaufen montiert. Er soll die Tiere vom Eingang fernhalten. Bis dahin führen die Mitarbeiter die Spatzen nach draussen und werfen vermehrt ein Auge auf die Brotstation und die Theke daneben.
Handy Störsender
Anfang Jahr berichtete das «Badener Tagblatt», dass sich immer wieder Spatzen - genauer Haussperlinge - im Coop-Supermarkt verirrt hatten. So beobachteten Kunden, wie die Vögel zwischen den Regalen Brotkrume aufpickten oder sich gar in der Tiefkühlabteilung oder über der Gemüse- und Früchteabteilung tummelten. Für das Kantonale Amt für Verbraucherschutz war denn auch schnell klar: «Dass in einem Lebensmittelgeschäft mehrere Vögel herumschwirren, geht natürlich nicht.» Coop sei verpflichtet, etwas gegen die Spatzen zu unternehmen.

 

Buď první, kdo ohodnotí tento článek.

Nový komentář

Přihlásit se
  Ještě nemáte vlastní web? Můžete si jej zdarma založit na Blog.cz.
 

Aktuální články

Reklama